Juso-Hochschulgruppen Baden-Württemberg begrüßen BAföG-Erhöhung

Juso-Hochschulgruppe

In seiner heutigen Sitzung ist der Bundesrat der Empfehlung des Vermittlungsausschusses gefolgt und hat eine Erhöhung des BAföG um zwei Prozentpunkte beschlossen. Die Juso-Hochschulgruppen Baden-Württemberg begrüßen diesen richtigen Schritt um die soziale Öffnung der Hochschulen nicht noch weiter zu hintertreiben.

Allerdings befürchten sie, dass durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten die Erhöhung komplett aufgebraucht wird und bei den Studierenden sogar effektiv weniger hängen bleibt, als nach der letzten BAföG-Anpassung.

"Das BAföG ist unverzichtbarer Bestandteil einer chancengerechten Bildungspolitik. Nur durch seinen kontinuierlichen Ausbau kann die soziale Durchlässigkeit an deutschen Hochschulen und anderen Bildungsstätten gewährleistet werden. Wir sind froh, dass der Gesetzgeber dies nun endlich anerkennt und nun auch die Förderung sozial benachteiligter Studentinnen und Studenten im Auge behält, so Noah Fleischer aus der Landeskoordinierung der Juso-Hochschulgruppen Baden-Württemberg.

Die lange Verzögerung dieser Entscheidung offenbart jedoch den politischen Willen von CDU und FDP. Noah Fleischer bedauert: „Während die Förderung einer kleinen Elite durch das nationale Stipendienprogramm von der Bundesregierung durch den Bundesrat gepeitscht wurde, mussten sich sozial benachteiligte Studierenden ein wochenlanges politisches Tauziehen um ihre finanzielle Zukunft anschauen.“

Die Juso-Hochschulgruppen weisen außerdem auf die nach wie vor prekäre finanzielle Lage vieler Studierender hin. „Das BAföG muss zu einer vollwertigen Studienunterstützung ausgebaut werden: Elternunabhängig und existenzsichernd!“, formuliert Noah Fleischer abschließend die Forderung der Juso-Hochschulgruppen.

 

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